Nachhaltigkeit bei den Vermögensanlagen
Engagement und Aktionärsdialog
Die APK nutzt ihr Anlagevermögen gezielt zur Einflussnahme auf Unternehmen und engagiert sich über mehrere Kanäle. Durch ihre Mitgliedschaft im Ethos Engagement Pool Schweiz und International beteiligt sie sich an strukturierten Dialogen mit börsenkotierten Gesellschaften. Ziel dieser Engagements ist es, Unternehmen für nachhaltige Geschäftspraktiken zu sensibilisieren, insbesondere im Hinblick auf Klimathemen wie die Ziele des Pariser Klimaabkommens oder Aspekte im Bereich der Corporate Governance.
Darüber hinaus unterstützt die APK internationale Investoreninitiativen wie «Climate Action 100+». Diese will die weltweit grössten Emittenten dazu bewegen, ihre Emissionen bis 2030 deutlich zu senken und bis 2050 Netto-Null zu erreichen. Ergänzend engagiert sich die APK über Ethos bei «Nature Action 100», einer Initiative mit Fokus auf den Schutz von Ökosystemen und die Eindämmung des Biodiversitätsverlusts bis 2030.
Wahrnehmen der Aktionärsrechte
Die Wahrnehmung der Stimmrechte an Generalversammlungen erfolgt stets im Interesse der Versicherten und ist für die APK ein zentrales Instrument zur langfristigen Einflussnahme auf Unternehmensstrategien. Bei Aktien Schweiz und Ausland übt die APK ihre Stimmrechte mit Unterstützung der Ethos Services SA aus. Das Abstimmungsverhalten wird transparent auf der Website der APK publiziert. Die zugrunde liegenden Stimmrechtsrichtlinien orientieren sich an internationalen Best-Practice-Standards und stehen im Einklang mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null zu senken.
Klimastrategie auf Portfolioebene
Ergänzend zum Engagement und zur Stimmrechtsausübung hat die APK im Jahr 2020 eine Klimastrategie eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. In mehreren Anlagekategorien werden Unternehmen mit hohem CO₂-Ausstoss unter- und solche mit geringer Emissionsintensität übergewichtet. Dadurch wird der CO₂-Ausstoss des Portfolios im Vergleich zu herkömmlichen, marktkapitalisierten Indizes deutlich reduziert.
Nachhaltigkeit bei Einzelinvestitionen
Im Immobilienbereich arbeitet die APK mit einem spezialisierten Partner zusammen, um den Dialog mit Immobilienfonds und Anlagestiftungen zu führen. In sämtlichen Engagements innerhalb der Immobilien Schweiz wird die Entwicklung der Treibhausgasintensitäten thematisiert. Bei Bedarf werden zusätzliche Hintergrundinformationen eingeholt. Nahezu alle Investitionen in der Anlagekategorie Immobilien Schweiz verfügen zudem bereits heute über ein CO₂-Reduktionsziel. Im Bereich Infrastruktur investiert die APK gezielt in ökologische und soziale Projekte, insbesondere in die Energieinfrastruktur. Damit leistet sie einen Beitrag zur Energiewende, steigert die Effizienz bestehender Anlagen und reduziert Umweltbelastungen.
Ausschlusskriterien und weitere Schwerpunkte
Bei Ausschlusskriterien orientiert sich die APK an der Liste des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK-ASIR). Diese basieren auf der Schweizer Bundesverfassung und auf internationalen Konventionen. Dadurch werden Unternehmen mit Aktivitäten ausgeschlossen, welche in Zusammenhang mit geächteten Waffen stehen (zum Beispiel Streumunition, Antipersonenminen und Atomwaffen). Zusätzlich wenden viele der eingesetzten Vermögensverwalter weitergehende Ausschlüsse an, etwa im Bereich der thermischen Kohle.
Bei der Auswahl der Vermögensverwalter wird geprüft, ob sie ESG-Kriterien anwenden. Dabei werden unter anderem die ESG-Philosophie der Firma, die Einbeziehung von ESG in den Anlageprozess sowie die Ressourcen im Bereich ESG beurteilt. Die beauftragten Vermögensverwalter sind zudem angehalten, periodisch über ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen im Rahmen von Performance-Reviews zu rapportieren.
Nachhaltigkeit im Berichtsjahr
Zu Beginn des Jahres 2025 wurden die Ergebnisse einer Standortbestimmung der Nachhaltigkeitseigenschaften des Portfolios analysiert. Sämtliche Vermögensverwalter wurden mit einem strukturierten Fragebogen zu ihren ESG-Aktivitäten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeit bei den durch die APK mandatierten Vermögensverwaltern bereits breit verankert ist. Es werden dabei unterschiedliche Ansätze mit verschiedenen Schwerpunkten verfolgt. Weiter wurde eine Umfrage unter den Mitgliedern des Vorstands der APK durchgeführt. Dadurch konnten die Erwartungen und Überzeugungen des obersten Organs der APK zum Thema Nachhaltigkeit erhoben werden. Diese Analysen bilden die Grundlage für weitere Arbeiten mit dem Ziel, die Nachhaltigkeitsbestrebungen der APK weiterzuentwickeln.
Zudem wurden 2025 neue Mitgliedschaften in Organisationen im Bereich ESG geprüft, um bestimmte Nachhaltigkeitsthemen noch gezielter voranzutreiben. Die Ergebnisse dieser Bemühungen können voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 kommuniziert werden.
Sie finden den vollen Text inklusive der genauen Zahlen zur Nachhaltigkeit im PDF.
